Es drückt hinter der Stirn, die Schläfen pochen, und der Bildschirm wird von Minute zu Minute heller. Kopfschmerzen kennt fast jeder. Meist sind sie harmlos und verschwinden von selbst wieder. Einige einfache Hausmittel gegen Kopfschmerzen können dir helfen, ohne dass du gleich zur Tablette greifen musst.
In diesem Artikel erfährst du, welche Hausmittel sich bewährt haben, welche Gewohnheiten Kopfschmerzen begünstigen, wie du Schmerzmittel sinnvoll einsetzt und bei welchen Warnzeichen du sofort Hilfe brauchst.
Table of Contents
ToggleAuf einen Blick
- Die meisten Kopfschmerzen sind harmlos und gehen von selbst vorbei.
- Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen, eine kalte Kompresse oder frische Luft helfen vielen.
- Genug trinken, regelmäßig essen und Pausen vom Bildschirm beugen vor.
- Schmerzmittel an mehr als zehn Tagen im Monat können Kopfschmerzen verstärken.
- Plötzliche, extrem starke Kopfschmerzen sind ein Notfall.
Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?
Am häufigsten sind Spannungskopfschmerzen. Sie fühlen sich dumpf und drückend an, oft wie ein Band um den Kopf, und sind meist leicht bis mittelstark. Migräne ist dagegen oft einseitig, pochend und wird häufig von Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit begleitet. Daneben gibt es Kopfschmerzen, die eine andere Ursache haben, etwa eine Erkältung, eine Nasennebenhöhlenentzündung oder zu viele Schmerzmittel.
Was löst Kopfschmerzen häufig aus?
- Stress und Anspannung
- zu wenig getrunken
- unregelmäßige oder ausgelassene Mahlzeiten
- langes Arbeiten am Bildschirm und eine verkrampfte Haltung
- zu viel Alkohol
- eine Erkältung oder Grippe
- Probleme mit den Augen
- bei manchen Frauen die Periode
Welche Hausmittel helfen gegen Kopfschmerzen?
Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen
Manche Menschen können ihre Kopfschmerzen lindern, wenn sie Stirn, Schläfen oder Nacken mit etwas Pfefferminzöl betupfen. Viele empfinden die kühlende Wirkung als angenehm. Halte das Öl von den Augen fern und verwende es nicht bei kleinen Kindern.
Kalte Kompresse
Ein kühles, feuchtes Tuch oder ein in ein Handtuch gewickeltes Kühlpad auf der Stirn tut vielen gut. Leg es nie direkt auf die Haut, sondern immer mit einem Tuch dazwischen.
Frische Luft und Bewegung
Ein Spaziergang an der frischen Luft kann Spannungskopfschmerzen lindern. Er bringt dich aus dem Sitzen, lockert die Schultern und lenkt ab.
Genug trinken
Wer zu wenig trinkt, bekommt leichter Kopfschmerzen. Ein großes Glas Wasser ist deshalb oft der erste einfache Schritt. Über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken, beugt vor.
Entspannung
Stress kann Kopfschmerzen verstärken. Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, ruhiges Atmen oder Yoga helfen vielen, vor allem wenn sie regelmäßig geübt werden. Ideen findest du in Hausmittel zur Beruhigung von Körper und Geist und Hausmittel gegen Nervosität und innere Unruhe.
Regelmäßig essen und schlafen
Lass keine Mahlzeiten aus, auch wenn du keinen Hunger hast. Und schlaf weder viel weniger noch viel länger als sonst, denn beides kann Kopfschmerzen auslösen. Tipps für bessere Nächte findest du in Hausmittel für besseren Schlaf.
Was hilft bei Kopfschmerzen vom Bildschirm?
Stundenlanges Starren auf Monitor oder Handy belastet die Augen und verspannt Nacken und Schultern. Mach regelmäßig kurze Pausen, schau dabei in die Ferne und lockere die Schultern. Achte auf eine aufrechte Haltung und einen Bildschirm, der nicht zu nah steht. Hast du häufig Kopfschmerzen beim Lesen oder am Computer, lass deine Augen überprüfen, denn auch eine nicht passende Brille kann dahinterstecken.
Was ist mit Schmerzmitteln?
Bei akuten Kopfschmerzen können rezeptfreie Mittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure kurzfristig helfen. Sie haben aber auch Nebenwirkungen, etwa Magenprobleme. Halte dich an die Packungsbeilage.
Ganz wichtig: Wer zu oft Schmerzmittel nimmt, bekommt dadurch manchmal sogar häufiger Kopfschmerzen. Wenn du an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel brauchst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Ein Kopfschmerztagebuch hilft dir, den Überblick zu behalten.
Wie kannst du Kopfschmerzen vorbeugen?
- Trink über den Tag verteilt genug, am besten Wasser.
- Iss regelmäßig und lass keine Mahlzeiten aus.
- Halte feste Schlafzeiten ein.
- Beweg dich regelmäßig, am besten an der frischen Luft.
- Übe eine Entspannungsmethode, die dir liegt.
- Trink wenig Alkohol.
- Plane bei Bildschirmarbeit feste Pausen ein.
Bei Migräne helfen andere Medikamente als bei Spannungskopfschmerzen. Wenn du vermutest, dass du Migräne hast, lass dich ärztlich beraten.
Wie hilft ein Kopfschmerztagebuch?
Notiere ein paar Wochen lang, wann die Kopfschmerzen auftreten, wie stark sie sind, was du vorher gegessen, getrunken oder gemacht hast und ob du ein Medikament genommen hast. So erkennst du Auslöser und Muster. Für ein Gespräch in der Praxis ist das Tagebuch außerdem eine große Hilfe.
Wann solltest du zum Arzt?
- Die Kopfschmerzen werden trotz Selbstbehandlung nicht besser oder schlimmer.
- Du hast regelmäßig Kopfschmerzen.
- Die Schmerzen werden durch Husten, Niesen, Bücken oder Anstrengung ausgelöst oder stärker.
- Du hast Kopfschmerzen und erbrichst.
- Kopfschmerzen kommen zusammen mit Sehstörungen oder Schmerzen beim Kauen und einer empfindlichen Kopfhaut.
Notfall: Wähle sofort die 112, wenn die Kopfschmerzen plötzlich und extrem stark beginnen, wenn Taubheit oder Lähmungen im Gesicht oder Körper auftreten, du schlecht sprechen oder gehen kannst, verwirrt bist, einen Krampfanfall hattest, nach einer Kopfverletzung, oder bei hohem Fieber mit steifem Nacken oder einem Ausschlag, der beim Draufdrücken nicht verblasst.
Häufige Fragen
Hilft Kaffee gegen Kopfschmerzen?
Manche empfinden eine Tasse Kaffee als hilfreich. Wer allerdings regelmäßig viel Kaffee trinkt und plötzlich darauf verzichtet, kann gerade dadurch Kopfschmerzen bekommen. Halte deinen Konsum deshalb lieber gleichmäßig.
Kann Kopfschmerz von der Erkältung kommen?
Ja, Kopfschmerzen gehören oft zu einer Erkältung oder Grippe. Dann helfen Ruhe, genug trinken und bei Bedarf ein Schmerzmittel. Mehr dazu in unserem Ratgeber Hausmittel gegen Erkältung.
Was hilft bei Kopfschmerzen während der Periode?
Viele Frauen haben rund um die Periode häufiger Kopfschmerzen. Die Hausmittel von oben helfen auch hier. Tipps rund um die Periode findest du in Hausmittel bei Menstruationsbeschwerden.
Fazit
Gegen die meisten Kopfschmerzen helfen einfache Dinge: Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen, eine kalte Kompresse, frische Luft, genug trinken und Entspannung. Schmerzmittel sind für kurze Zeit in Ordnung, aber nicht an mehr als zehn Tagen im Monat. Bei plötzlichen, extrem starken Schmerzen oder Warnzeichen wie Lähmungen oder Verwirrtheit zählt jede Minute.
Quellen
Die Angaben in diesem Artikel stützen sich unter anderem auf diese Quellen:
- Kopfschmerzen (gesundheitsinformation.de (IQWiG))
- Spannungskopfschmerzen (gesundheitsinformation.de (IQWiG))
- Headaches (NHS)
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle Behandlung. Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden solltest du medizinischen Rat einholen.


