Nasenspülkanne am Waschbecken mit Salz, Teelöffel, Wasserglas und Handtuch

Nasenspülung selber machen: Anleitung, Mischung und Tipps

Die Nase ist dicht, im Gesicht drückt es, und durch den Mund zu atmen trocknet den Hals aus. Eine Nasenspülung mit Salzwasser hilft vielen, wieder freier durchzuatmen. Das Gute daran: Du brauchst kein teures Spezialprodukt. Eine Nasenspülung selber machen ist mit ein paar Handgriffen erledigt, wenn du ein paar Regeln beachtest.

In diesem Artikel erfährst du, wie du die Salzlösung richtig mischst, wie die Spülung Schritt für Schritt funktioniert, worauf es bei der Hygiene ankommt und wann eine Nasenspülung sinnvoll ist.

  • Nimm immer abgekochtes und abgekühltes Wasser, nie direkt Leitungswasser.
  • Mische die Lösung jedes Mal frisch.
  • Atme während der Spülung durch den Mund.
  • Bis zu dreimal am Tag ist in Ordnung.
  • Gerät oder Kanne nach jeder Anwendung gründlich reinigen.

Wofür hilft eine Nasenspülung?

Eine Spülung mit Salzlösung kann die Nase befeuchten, Schleim lösen und die Atmung erleichtern. Viele nutzen sie bei Schnupfen, bei einer Nasennebenhöhlenentzündung oder bei Heuschnupfen. Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt sie als einfache Selbsthilfe bei einer Nebenhöhlenentzündung. Bei einer gewöhnlichen Erkältung ist die Studienlage noch dünn, schaden tut die Spülung bei richtiger Anwendung aber nicht.

Was brauchst du für eine Nasenspülung?

  • eine Nasendusche oder Nasenspülkanne aus der Apotheke oder Drogerie, alternativ deine saubere, hohle Hand
  • abgekochtes Wasser, das auf Körpertemperatur abgekühlt ist
  • Salz ohne Zusätze wie Jod oder Rieselhilfe, oder fertige Spülsalz-Portionen aus der Apotheke
  • optional Natron

Wie mischst du die Salzlösung richtig?

Am einfachsten sind fertige Portionsbeutel aus der Apotheke, die genau auf eine Füllung der Nasendusche abgestimmt sind. Wenn du die Lösung selbst mischen möchtest, kannst du dich an der Anleitung des NHS orientieren:

  • Koch etwa 570 Milliliter Wasser ab und lass es abkühlen.
  • Gib einen Teelöffel Salz und einen Teelöffel Natron hinein und rühr um, bis sich alles gelöst hat.
  • Mische die Lösung für jede Anwendung frisch und bewahr Reste nicht auf.

Ist die Lösung zu salzig oder zu wenig salzig, brennt sie in der Nase. Dann passt du die Menge beim nächsten Mal etwas an.

Wie funktioniert die Nasenspülung Schritt für Schritt?

  • Wasch dir zuerst gründlich die Hände.
  • Stell dich über ein Waschbecken und beug den Kopf leicht nach vorn und zur Seite.
  • Führ die Spitze der Nasendusche an das obere Nasenloch oder zieh die Lösung aus der hohlen Hand vorsichtig in ein Nasenloch.
  • Atme ruhig durch den Mund. Die Lösung läuft durch die Nase und aus dem anderen Nasenloch wieder heraus.
  • Versuch, die Flüssigkeit nicht in den Rachen laufen zu lassen. Wenn doch, spuck sie aus.
  • Wechsel die Seite und wiederhole das Ganze.
  • Schnäuz dich danach vorsichtig, ohne zu viel Druck.

Du kannst die Spülung bis zu dreimal am Tag wiederholen, bis sich die Nase angenehmer anfühlt.

Warum ist abgekochtes Wasser so wichtig?

Leitungswasser ist zum Trinken sicher, kann aber in seltenen Fällen Keime enthalten, die in der Nase gefährlich werden können. Deshalb nimmst du für die Spülung immer abgekochtes und wieder abgekühltes Wasser oder steriles Wasser aus der Apotheke. Auch die Nasendusche selbst solltest du nach jeder Anwendung mit heißem Wasser reinigen und trocknen lassen.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

  • Leitungswasser direkt aus dem Hahn verwenden
  • eine Lösung, die zu kalt, zu heiß oder zu salzig ist
  • den Kopf zu weit nach hinten legen, dann läuft die Lösung in den Rachen
  • beim Spülen durch die Nase atmen
  • sich danach mit viel Druck schnäuzen
  • die Nasendusche feucht und ungereinigt liegen lassen

Wie reinigst du die Nasendusche richtig?

Spül die Nasendusche nach jeder Anwendung gründlich mit heißem Wasser aus und lass alle Teile offen und kopfüber an der Luft trocknen. Benutze sie nur für dich allein. Viele Hersteller empfehlen, das Gerät nach einer bestimmten Zeit auszutauschen. Schau dafür in die Gebrauchsanweisung.

Für wen ist eine Nasenspülung nicht geeignet?

Kleine Kinder können eine Spülung meist noch nicht richtig mitmachen. Für sie gibt es Salzwasser-Nasensprays oder Tropfen. Wenn du oft Nasenbluten hast, nach einer Operation an Nase oder Ohren oder wenn du zu Mittelohrentzündungen neigst, frag vorher in der Praxis nach.

Nasenspülung oder Nasenspray?

Salzwasser-Nasensprays befeuchten die Nase sanft und sind unterwegs praktisch. Eine Spülung reinigt gründlicher. Abschwellende Nasensprays verschaffen schnell Luft, sollten aber nur wenige Tage am Stück genommen werden. Spülung und Salzspray kannst du dagegen auch länger nutzen.

Wann solltest du zum Arzt?

  • Die Beschwerden bessern sich nach drei Wochen Selbstbehandlung nicht.
  • Du fühlst dich sehr krank oder hast hohes Fieber.
  • Schmerzmittel helfen nicht und die Schmerzen im Gesicht werden stärker.
  • Schwellung oder Rötung um die Augen, Sehstörungen, sehr starke Kopfschmerzen oder ein steifer Nacken sind ein Notfall. Dann sofort ärztliche Hilfe holen.

Häufige Fragen

Kann ich normales Kochsalz nehmen?

Ja, solange es keine Zusätze wie Jod, Fluorid oder Rieselhilfen enthält. Am einfachsten sind fertige Spülsalz-Portionen aus der Apotheke.

Warum brennt die Nasenspülung?

Meist stimmt das Mischverhältnis nicht oder das Wasser ist zu kalt oder zu warm. Achte auf Körpertemperatur und die richtige Salzmenge.

Hilft eine Nasenspülung auch bei Erkältung?

Viele empfinden sie als wohltuend, weil sie die Nase befreit. Gegen die Erkältung selbst hilft sie nicht, sie lindert nur die Beschwerden. Gegen den Husten kann zusätzlich ein Teelöffel Honig helfen, bei Halsschmerzen findest du Ideen in Omas Hausmittel gegen Halsschmerzen. Weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber Hausmittel gegen Erkältung.

Fazit

Eine Nasenspülung selber machen ist einfach und günstig. Wichtig sind abgekochtes, abgekühltes Wasser, eine frisch angesetzte Lösung, saubere Hände und eine gründlich gereinigte Nasendusche. Dann kann die Spülung bei verstopfter Nase und Nebenhöhlenbeschwerden spürbar Erleichterung bringen.

Quellen

Die Angaben in diesem Artikel stützen sich unter anderem auf diese Quellen:

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle Behandlung. Bei starken, anhaltenden oder unklaren Beschwerden solltest du medizinischen Rat einholen.

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